Workshops


Raus aus der Blase, rein in den Konflikt!

Ein Workshop zum Umgang mit Unterschieden in der Stadtteilarbeit

 

 STAND VOM 2.11.2020: DIESER KURS IST BEREITS AUSGEBUCHT UND FINDET  DOCH ONLINE STATT!

 

Wann: 09.11.20, 9 - 16 Uhr

Wo: Zentrum für Extremismusprävention, Eisenbahnstr. 31 (Hinterhaus), 04315 Leipzig

 

Der Leipziger Osten ist ein lebendiger Stadtteil mit einer lebendigen

Stadtteilarbeit. Dennoch sind Begegnungen von Menschen mit

unterschiedlichem sozialem oder kulturellen Hintergrund eher die

Ausnahme als die Regel. Warum eigentlich? Auch wenn es uns schwer fällt,

das zuzugeben: Unterschiede machen Angst. Wo sich Gewohnheiten,

Erfahrungen oder Überzeugungen unterscheiden, da lauern Konflikte. Und

wer hat schon gern Konflikte? Doch genau die brauchen wir, um trotz

unserer Unterschiede miteinander in Kontakt zu kommen. In unserem

Workshop werden wir uns damit beschäftigen, was aus dieser Perspektive

für eine konstruktive Stadtteilarbeit folgt.

 

Der Workshop richtet sich an alle, die im Leipziger Osten haupt- oder ehrenamtlich aktiv sind. Zunächst beschäftigen wir uns damit, wie wir selbst uns in unserem Viertel erleben. Welche Rolle spielt dabei die Stadtteilarbeit? Was von mir wird in dieser Arbeit sichtbar? Für wen bin ich eigentlich aktiv? Anschließend gucken wir uns die Prozesse an, die ablaufen, wenn wir Menschen begegnen, deren sozialer oder kultureller Hintergrund sich von unserem eigenen unterscheidet. Häufig ist es die Angst vor möglichen Konflikten, die dazu führt, dass wir uns vorsorglich anpassen oder zurückziehen. Ohne Konflikt gibt es aber oft auch keinen Kontakt: Um Freude an der Begegnung mit einem anderen Menschen zu entwickeln, müssen wir Wege finden, wie sowohl wir selber als auch unser Gegenüber darin beide mit unseren jeweils eigenen Ideen, Überzeugungen und Emotionen vorkommen können. Unser Workshop hat das Ziel, die Verhaltensmuser und Ängste wahrzunehmen, die bei uns in diesem Prozess auftreten. Auf dieser Grundlage wollen wir Wege erkunden, wie eine Stadtteilarbeit aussehen kann, die den Konflikten über die Unterschiede konstruktiv und lustvoll begegnet.


Den Workshop leiten Julia Legge und Lukas Perka. Beide sind als Trainer*innen in konstruktiver Konfliktbearbeitung und transkulturellem Lernen ausgebildet und haben gemeinsam das Projekt "Raus aus der Blase, rein in den Konflikt!" entwickelt. Lukas lebt selbst seit 2015 im Leipziger Osten, Julia wohnt in Berlin-Schöneberg. (Mehr INfos zu Julias Arbeit: www.abouttheelephant.de)


Der Workshop wird anteilig aus Mitteln der Rosa-Luxemburg-Stiftung finanziert. Wir erheben einen gestaffelten Teilnahmebeitrag von 30 Euro (regulär) / 15 Euro (ermäßigt) / 5 Euro (ermöglichend). Da die Teilnehmer*innenzahl auf 10 begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung per Mail an info@roterbaumleipzig.de bis zum 26.10.20.


Workshopangebot "Identität als Migrant*in/Muslim*in"

im Rahmen des Tags gegen antimuslimischen Rassismus am 1. Juli 2020

Übergriffe auf Muslim*innen, Menschen die als Muslim*innen gelesen werden und muslimische Einrichtungen sind leider Alltag in Deutschland.
Immer mehr Menschen sehen sich durch islamfeindliche Debatten und Diskurse ermutigt, Muslim*innen und Menschen, die als Muslim*innen gelesen werden, zu beleidigen, zu diskriminieren oder tätlich anzugreifen.

Islam- und Muslimfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus, die sich zunehmend in gewalttätigen Übergriffen äußern, sind eine große Gefahr für unsere Gesellschaft, die Demokratie insgesamt und die dahinterstehenden Grundhaltungen.
Darauf machen wir in der Aktionswoche gegen antimuslimischen Rassismus und am 1. Juli, dem Tag gegen antimuslimischen Rassismus, aufmerksam. Wir treten menschenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen entgegen. Wir mischen uns ein, wo wir sie wahrnehmen. Wer die Werte einer offenen und toleranten Gesellschaft schützen will, muss hinschauen und sich empören!

 

Deswegen beteiligen wir vom Projekt "Gemeinsam starkgemacht" uns und laden junge Muslim*innen oder Menschen mit Migrationsgeschichte am 1. Juli zu einem digitalen Workshop ein, um sich über die eigenen Erfahrungen zum Thema „Identität als Migrant*in/Muslim*in“ auszutauschen.

 

Es wird um Fragen gehen wie: "Was heißt überhaupt Ich-sein"? Was ist meine persönliche Identität? Wodurch ist sie entstanden? Was ist eine soziale Identität? Und welche Unterschiede gibt es innerhalb von muslimische Kulturen und Communities?" Außerdem möchten wir Euch das regelmäßig stattfindende Café JuMuSa vorstellen, bei dem sich junge Menschen mit muslimischem Background vernetzen und austauschen können über Themen, die sie interessieren und Ideen spinnen, um aktiv zu werden.

 

Wann: 1. Juli 2020, 10:00-11:30 Uhr (online)

 

Unter gemeinsamstark@zfep.info könnt ihr euch im Vorfeld anmelden, dann bekommt ihr von uns einen Einladungslink.

Mehr Infos findet ihr unter: www.allianzgegenhass.de